In this first narrative feature by filmmaker
Sarah Francis, a middle-aged couple Aida (Christine Karameh) and Walid (Nida
Wakim) reunite in the family’s mountain home after years of separation. A
frigid atmosphere between them is only amplified by an eerily empty house still
haunted by spectres of a joyous life from a recent past. Seemingly soft on the
surface, this slow-burn couple drama unfolds with an increasing sense of dread
bubbling underneath every charged movement and pregnant exchange between the two
estranged lovers.
As she moves from a more documentary practice - Birds of September (2013), As Above, So Below (2020) - Francis foregrounds a disappearing Lebanese middle class through the lens of a generation unable to keep up appearances of wealth and affluence, and that must contend with a sense of defeat and abandonment. With a masterful cinematography by Mark Khalifeh, Dead Dog is gripping for its characters’ insistence on reviving memories in an effort that amounts to reanimating a dead corpse.
In diesem Spielfilmdebut der Filmemacherin Sarah Francis begegnet sich das Ehepaar Aida (Christine Karameh) und Walid (Nida Wakim) nach Jahren der Trennung im Ferienhaus der Familie wieder. Die eisige Stimmung zwischen ihnen wird durch das gespenstisch leere Gebäude, in dem noch immer die Erinnerungen an ein glücklicheres Leben gegenwärtig sind, verstärkt. Dieses auf den ersten Blick sanfte, sich langsam entfaltende Beziehungsdrama nimmt mit jeder angespannten Geste und jedem bedeutungsschweren Wortwechsel zwischen den beiden entfremdeten Liebenden an bedrohlicher Spannung zu.
Francis weicht in Dead Dog von ihrer bisherigen dokumentarischen Arbeit – wie in Birds of September (2013) und As Above, So Below (2020) – ab und rückt eine verschwindende libanesische Mittelschicht in den Mittelpunkt, betrachtet durch die Augen einer Generation, die den Schein von Reichtum und Wohlstand nicht mehr aufrechterhalten kann und mit Gefühlen von Resignation und Verlassenheit zu kämpfen hat. Die meisterhafte Kameraarbeit von Mark Khalifeh macht Dead Dog zu einem fesselnden Film, der von der Beharrlichkeit seiner Figuren lebt, Erinnerungen wiederzubeleben – ein Unterfangen, das der Reanimation einer Leiche gleichkommt.

