Laines Name bedeutet „kleine Welle“. Und so fühlt sie sich auch angesichts der Woge an Problemen, die über sie schwappt: Ihre Eltern trennen sich ohne Vorwarnung, und Laine versucht verzweifelt, ihrem Bruder Vater und Mutter zugleich zu sein, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Sie vernachlässigt ihr Studium, zweifelt an allem, vor allem an sich selbst. Auf der Suche nach ihrem Platz und der eigenen Identität stellt sie mehr und mehr ihre Sexualität infrage. Den steigenden Kontrollverlust betäubt sie mit Drogen und exzessiven Partys in der vibrierenden Ravekultur der lettischen Hauptstadt Riga. Hier kann Laine für ein paar kurze Stunden nur leben. Als ihre beste Freundin Gunda vergewaltigt wird, verliert Laine endgültig den Halt. In einer mehr und mehr verschwimmenden Beziehung zur Realität gefangen, schlittert die junge Erwachsene einer ungewissen Zukunft entgegen.