1942 hält sich Nikolai Kiseljow als Mitglied einer
Partisaneneinheit im von Deutschland besetzten Belarus auf. Nach der Auflösung des Ghettos von Dolginowo
haben nur wenige Hundert Juden die Massaker überlebt. Kiseljow übernimmt die
Aufgabe, mehr als 200 von ihnen durch Wälder und über Frontlinien in Sicherheit
zu führen.
Der Marsch dauert rund drei Monate und führt über mehr als
tausend Kilometer unter extremen Bedingungen. Hunger, Krankheiten, deutsche
Suchtrupps sowie die Anwesenheit vieler Kinder und älterer Menschen erschweren
die Flucht erheblich. Am Ende erreichen 218 Menschen das von sowjetischen
Truppen kontrollierte Gebiet.
Sergey Ursulyak drehte den auf realen Ereignissen beruhenden
Antikriegsfilm größtenteils an Originalschauplätzen. Zu Lebzeiten erhielt der
sowjetische Offizier Nikolai Kiseljow (1913–1974) für seine Rettungsaktion kaum
öffentliche Anerkennung. Erst
Jahrzehnte später wurde seine Leistung umfassend dokumentiert. 2005 ehrte ihn
die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechten unter den Völkern“.
Sein mutiges Einschreiten gilt als eine der größten bekannten
Einzelrettungsaktionen jüdischer Flüchtlinge im von Deutschland besetzten
Belarus.
The film
recounts the events that took place from August through October 1942, when
Soviet armyofficer Nikolai Kiselyov rescued 218 Soviet Jews from Nazi-occupied
territory. Together with severalpartisans, he led exhausted and
starving women, children, and elderly men almost 1,500 kilometersthrough
forests to safety from German persecution.
In 2005,
Kiselyov was posthumously recognized as Righteous Among the Nations by Israel’s nationalHolocaust memorial Yad Vashem and
his name was added to the Wall of Honor in the Garden of theRighteous.
Descendants of those whose lives he saved gather annually in Tel Aviv to honor
his memory.
RU / BY 2023
Regisseur: Sergey Ursulyak
Drehbuch: Gennadiy Ostrovskiy
Mit: Ildus Abrahmanov, Aleksey
Abramovich, Moria Akons
Dauer: 163 Min.

