Das Universum aus Partys, Drogen und Kleinkriminalität, in dem Stella mit ihrem Freund Toni lebt, scheint ungleich faszinierender als die Welt aus Schule und Familie, die Magnea bis dahin gekannt hat. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden raubt Magnea Männer aus, die auf Kontaktanzeigen geantwortet haben. Die Einserschülerin wird immer tiefer hineingezogen, und als ihre Eltern realisieren, was mit ihrer Tochter geschieht, ist es schon zu spät. Die Euphorie ist bald zu Ende, Magnea trifft die falschen Männer und geht durch eine Hölle, aus der ihre Familie sie vergeblich zu befreien versucht. „Let Me Fall“ zeigt nicht nur in herzzereißender Weise, wie ein junger Mensch sein Leben zerstört. Er zeigt außerdem, was Jahre später aus seinen Protagonisten geworden ist. Einer der verstörendsten Filme über Drogen und Selbstzerstörung seit Darren Aronofskys „Requiem for a Dream“.