Im Frühjahr 1943 planen die Nationalsozialisten die Deportation der letzten verbliebenen Juden in die Todesfabriken im Osten. In den bereit gestellten Viehwaggons der Reichsbahn landet ein bunter Querschnitt der Gesellschaft, von der gutsituierten Arztfamilie über ein junges Liebespaar, vom Künstler bis zum Boxer, Akademiker oder Hilfsarbeiter, Konservativer oder Anarchist. Das alles spielt nun keine Rolle mehr. Beinahe keine mehr, denn viel haben die Gefangenen verloren, aber noch nicht ihre Würde.
Joseph Vilsmaier ("Schlafes Bruder") setzte die Erinnerungen einiger weniger Überlebender eines sogenannten Todestransports ins angemessen eindringliche Bild.
Joseph Vilsmaier ("Schlafes Bruder") setzte die Erinnerungen einiger weniger Überlebender eines sogenannten Todestransports ins angemessen eindringliche Bild.
Beeindruckend gelungen ist das filmische Wagnis, dem unvorstellbaren Grauen der Judenausrottung Namen und Gesichter zu geben, einen Wagon "zur Vernichtung bestimmter" Menschen auf der sechstägigen Eisenbahnfahrt nach Auschwitz zu begleiten. Der behutsam und verantwortlich inszenierte Film hat Kraft und Wucht, ist ein Herz und Verstand bewegendes Plädoyer für Menschlichkeit. Auch für Schüler ab der Oberstufe besonders zu empfehlen.

