Tschüß Tristesse/Inselkind

Tschüß Tristesse/Inselkind

Tschüß Tristesse/Inselkind

FSK unbekanntFilmstart: 27.10.2007
Dieser Film befindet sich aktuell nicht im Programm.

FILMHANDLUNG

Langzeitdokumentation über die Entwicklung des Sylter Südens, wo seit 2005 zwei ehrgeizige touristische Großprojekte dörfliche Veränderungen bewirken.
Tschüß Tristesse - Hörnum/Sylt im Aufbruch: Hörnum ist die DDR von Sylt! - dieser Ausspruch von Karl Dall hat sich in das Gedächtnis der Hörnumer eingebrannt. Hörnum ist kein typisches Sylter Dorf und hat nichts gemein mit Keitum, Kampen oder Westerland. Touristisch bietet Hörnum wenig - keine Wellness-Einrichtungen, keine Bummelmeile für Schlechtwetterzeiten und auch keine Luxushotels oder Gourmetrestaurants, mit denen andere Inselorte die Prominenz anziehen. Doch nach Jahren der vergeblichen Hoffnung auf zahlungskräftige Investoren kommt 2005 die überraschende Wende: Gleich zwei ehrgeizige touristische Großprojekte finanzstarker Auftraggeber werden öffentlich und die Hörnumer zu neugierig-kritischen Beobachtern einer von außen initiierten Aufbruchstimmung. Im Rahmen einer Langzeitdokumentation, die 2005 begann, begleitet der Film die Entwicklung des Sylter Südens. Im Mittelpunkt stehen die Hörnumer und ihre Reaktionen auf das, was andere für ihr Dorf planen, ihre Hoffnungen und Sorgen. Sukzessive entsteht für den Zuschauer aus kleinen Mosaiksteinen ein Gesamtbild des Sylter Dorfes und des Wandels im dörflichen Mikrokosmos. Inselkind: Die siebenjährige Anne-Kathrin und ihre Brüder, der fünfjährige Henrik und der vierjährige Erik, leben auf einer 17 Hektar kleinen Hallig im norddeutschen Wattenmeer. Hier gibt es keine großen Kreuzungen, keine Hochhäuser, keine U-Bahnen, kein Kino und keinen Zoo. Aber es gibt Abenteuer wie Landunter, denn mehrmals im Jahr überflutet das Meer die Hallig, so dass nur noch die fünf Häuser auf ihren kleinen Hügeln aus dem Meer ragen. Dann ist schulfrei. Die schweizerische Regisseurin Cristina Amrein hat die Geschwister in ihrem Alltag und auf ihren Streifzügen begleitet und sich auf ihre Sichtweise eingelassen, die auch sie selbst sofort in die kindliche Weltwahrnehmung mit hineinnimmt. Kann ich deine Kamera taufen? Wie heißt deine Kamera?, will Henrik wissen. Und hat gleich eine Antwort parat: Ich weiß, wir nennen sie Dr. Beweismaler. Die in schwarzweißen Bildern komponierte Dokumentation wird von Klaviermusik untermalt - einige Stücke hat Mozart als Kind komponiert. (Silke Schütze)
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Film-Details

Cast & Crew

ProduktionsjahrProduktionslandVerleih