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Dokumentarfilm

No Land's Song

No Land's Song
Dokumentarfilm

No Land's Song

FSK 0Filmstart: 10.03.2016Laufzeit: 95 Min.
Dieser Film befindet sich aktuell nicht im Programm.
bw

FILMHANDLUNG

Bewertung

Dokumentarfilm über die Frauenbewegung im Iran.
Seit der Islamischen Revolution von 1979 ist es Frauen im Iran verboten, öffentlich Solo zu singen – zumindest vor einem männlichen Publikum. Die junge Komponistin Sara Najafi widersetzt sich der Zensur und den Tabus und ist fest entschlossen, in ihrer Heimatstadt Teheran ein offizielles Konzert für weibliche Solosängerinnen zu organisieren. Um sich Unterstützung für diese große Herausforderung zu holen, laden Sara und die iranischen Sängerinnen Parvin Namazi und Sayeh Sodeyfi drei Sängerinnen aus Paris ein: Elise Caron, Jeanne Cherhal und Emel Mathlouthi. Sie sollen vor Ort an dem Musikprojekt mitarbeiten und dadurch eine musikalische Verbindung zwischen Frankreich und dem Iran wiederbeleben.
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Sara Najafi ist eine iranische Komponistin und Künstlerin. Sie lebt in Teheran und weiß, wie scharf die iranischen Gesetze sind, wenn es um Frauen und Gesang geht. Denn die Frauenstimme ist im Iran als Solo-Stimme vor einem rein männlichen bzw. gemischten Publikum verboten. Trotzdem setzt sich Sara ein ehrgeiziges Ziel: Sie möchte ein Konzert auf die Beine stellen, mit ihren eigenen Kompositionen und vor allem mit weiblichen Soloparts. Entschlossen reist sie nach Frankreich, um dort mit befreundeten Sängerinnen und Musikern den Auftritt vorzubereiten. Als die iranische Regierung jedoch immer mehr Steine in den Weg legt, erscheint ein Erfolg des Projekts fast unmöglich. Doch Sara Najafi hat einen Traum. Und sie ist nicht bereit, ihn aufzugeben. Schon mit seinem ersten Film FOOTBALL UNDER COVER hat Regisseur Ayat Najafi den Mut iranischer Frauen porträtiert, die sich die Restriktionen der Gesetze und Traditionen nicht mehr gefallen lassen. Nun folgt er seiner Schwester, die stellvertretend für die neue Generation moderner junger Frauen steht, die das Alte hinterfragen und den Mut haben, Neues zu wagen. Ohne Rücksicht auf die eigene Sicherheit. Es ist dieser Mut und diese Bereitschaft, bis zum Äußersten zu gehen, die in jeder Minute des Films spürbar ist. Ayat Najafi selbst hält sich im Hintergrund, beobachtet das Geschehen, lässt die Protagonisten selbst kommentieren. Atemlos verfolgt der Zuschauer, wie auf jeden kleinen Erfolg zwei Rückschläge folgen, wie die Arbeit von Monaten nur mit einer einzigen Aussage der Regierung zunichte gemacht wird. Doch am Ende siegt der Mut, die Beharrlichkeit und das Engagement aller Beteiligten über die Ressentiments der Gesetzgeber. Konsequent lässt Najafi die Kamera auch laufen, wenn das Filmen verboten ist. Zu sehen sind dann verdeckte Tonaufnahmen, zu hören sind die Worte, die die Absurdität der Oberen entblößt. Dazu erklingen immer wieder wunderschöne Melodien, eine Mischung aus traditionellen Weisen und neuen Kompositionen von Sara und anderen iranischen Künstlerinnen, die in ihrer Kraft und Stärke zu Tränen rühren. Und die zeigen, dass die Musik in ihrer Schönheit ein Geschenk für jeden Menschen ist. Unabhängig von Kultur und Geschlecht. NO LAND'S SONG ist ein spannend gemachter und genauestens beobachtender Dokumentarfilm, der einen Blick auf eine Gesellschaft wirft, wo mutige Frauen jeden Tag um Gleichberechtigung kämpfen müssen. Und das Recht, ihre Stimme zu erheben. Um zu sprechen, um zu protestieren, um zu singen.
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Trailer - No Land's Song

Film-Details

Cast & Crew

ProduzentGunter Hanfgarn, Rouven Rech, Teresa Renn, Anne Grange, Patrick MerkleDrehbuchAyat NajafiRegieAyat NajafiKameraKoohyar Kalari, Sarah BlumCastSara Najafi, Emel Mathlouthi, Jeanne Cherhal, Elise CaronMusikHossein Alizadeh, Elise Caron, Emel Mathlouthi
OriginaltitelNo Land's SongProduktionsjahr2014ProduktionslandDeutschland, FrankreichVerleihBasis