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Drama, Porträt/Biographie

Marie Curie

Marie Curie
Drama, Porträt/Biographie

Marie Curie

FSK 6Filmstart: 01.12.2016Laufzeit: 100 Min.
Dieser Film befindet sich aktuell nicht im Programm.
bw

FILMHANDLUNG

Bewertung

Drama über die zweifache Nobelpreisträgerin, die sich in einer von Männern dominierten Welt ihren Weg bahnt.
1903 erhält Marie Curie als erste Frau gemeinsam mit ihrem geliebten Mann Pierre den Nobelpreis für Physik. Kurze Zeit später stirbt Pierre bei einem Unfall und lässt die Mutter zweier Kinder alleine zurück. Sie vertieft sich dennoch weiter in ihre Arbeit und wird Professorin an der Sorbonne. Sie verliebt sich sogar noch einmal neu, in den Wissenschaftler Paul Langevin, der jedoch verheiratet ist. Als ihr der zweite Nobelpreis bevorsteht, wird sie von Pauls eifersüchtiger Frau in der Presse als Ehebrecherin bezichtigt.
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1903 wird Marie Curie als erster Frau, zusammen mit ihrem Ehemann Pierre, der Nobelpreis für Physik verliehen. Doch lange soll das Glück der zweifachen Mutter nicht anhalten. Kurz darauf kommt Pierre bei einem Unfall ums Leben. Trotz diesem tragischen Schicksalsschlag setzt sie ihre Arbeit fort und versucht sich in der von Männern dominierten Arbeitswelt durchzusetzen. Auch wenn sie eine neue Liebe in ihrem verheirateten Arbeitskollegen Paul Langevin findet, werden ihr weitere Stolpersteine in den Weg gelegt. Denn Langevins Ehefrau erfährt von der Affäre und schaltet die Pariser Presse ein, deren Berichterstattung Curies beruflichem und privatem Leben schadet. Regisseurin Marie Noelle wirft mit MARIE CURIE einen sehr intimen Blick auf das beeindruckende Leben der Wissenschaftlerin und wählt den Zeitraum zwischen der Verleihung des ersten und des zweiten Nobelpreises im Jahr 1911. In einzelnen Schlüsselmomenten schafft es Noelle gekonnt, eine starke und zielstrebige Frau zwischen harter, diskriminierender Arbeitswelt und leidenschaftlichem Liebesleben zu porträtieren. Gleichzeitig wird sie auch als liebevolle Mutter dargestellt, die sich um die Erziehung ihrer Kinder sorgt und als verantwortungsvolle Wissenschaftlerin, die immer wieder betont, wie wichtig es ist, dass der Missbrauch ihrer Arbeit mit allen Mitteln verhindert werden soll. Zu verdanken ist die Komplexität der Figur auch Karolina Gruszka, die mit ihrem Schauspiel diesen Konflikt hervorragend darstellt. Durch die Diskriminierung, die die Protagonistin von ihren männlichen Kollegen erfährt, vermittelt der Film auch eine feministische Botschaft und verleiht ihm auch heute noch Aktualität. Dank verschiedener ästhetischer Mittel wie Weichzeichner und geringer Schärfentiefe erhält der Film seinen individuellen Stil und die wunderschön in Szene gesetzten Bilder sorgen für eine zusätzliche Faszination. Mit MARIE CURIE ist Marie Noelle ein würdiges Porträt einer der wichtigsten weiblichen Wissenschaftlerinnen gelungen, die die Welt der Physik und Chemie nachhaltig und weitreichend beeinflusst hat. Und wenn man im Abspann sieht, wie Marie Curie durch das zeitgenössische Frankreich spaziert, dann spürt man, dass ein Mensch wie sie nie in Vergessenheit geraten darf.
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Trailer - Marie Curie

Film-Details

Cast & Crew

CastDaniel Olbrychski (Émile Amagat), André Wilms (Eugène Curie), Charles Berling (Pierre Curie), Samuel Finzi (Gustave Téry), Malik Zidi (André Debierne), Karolina Gruszka (Marie Curie), Marie Denarnaud (Jeanne Langevin), Izabela Kuna (Bronia), Sabin Tambrea (August Gyldenstolpe), Arieh Worthalter (Paul Langevin), Jan Frycz (Ernest Solvay)DrehbuchIsabelle Rathery, Marie Noëlle, Lenka Fillnerova, Hans HornKameraMichal EnglertRegieMarie Noëlle, Dr. Andrea StollMusikMarie Noëlle
OriginaltitelMarie CurieProduktionsjahr2016ProduktionslandPolen, Deutschland, FrankreichVerleihNFP (Filmwelt)