Frau Müller muss weg!

Frau Müller muss weg!

Frau Müller muss weg!

FSK 6Filmstart: 15.01.2015Laufzeit: 88 Min.
Dieser Film befindet sich aktuell nicht im Programm.
bw

FILMHANDLUNG

Bewertung

Geniale, bitterböse Komödie im Stil von "Gott des Gemetzels", in der ein Elternabend aus dem Ruder läuft.
Die Eltern einiger Kinder aus einer vierten Klasse an einer Grundschule in Dresden will der Klassenlehrerin Frau Müller bei einem außerordentlichen Elternabend das Vertrauen entziehen: Man fürchtet um den Übertritt der Kinder aufs Gymnasium, weil die Lehrerin den Anforderungen nicht gewachsen scheint. Als Frau Müller vor den Kopf gestoßen das Klassenzimmer verlässt, entbrennt zwischen den anwesenden Eltern ein erhitzter Streit, bei dem sich Ressentiments und Vorbehalte immer explosiver Bahn brechen.

DIE WELT KOMPAKT: […] Das hat alles einen Rhythmus. Die Pointen sitzen. Und geradezu ideal geschnitten ist diese vielleicht beste Schulkomödie seit der „Feuerzangenbowle“ noch dazu. […] Fabelhaft! FRAU MÜLLER MUSS WEG sollte für alle Pflichtprogramm sein.

ABENDZEITUNG: […] Der Film nutzt die Entlarvungskämpfe zu geistreichen Wortgefechten, zu Tragikomik, sogar Slapstick, ohne jemals lächerlich oder oberflächlich zu sein. Bewertung: 30 von 30 Grad

B.Z.: Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Lutz Hübner hat Sönke Wortmann einen durchweg schwarzhumorigen Film über unser Bildungssystem gedreht. Mit geistreichen Dialogen und zur Höchstform auflaufenden Darstellern werden die Lachnerven der Zuschauer gekitzelt. Bewertung: Applaus

BERLINER MORGENPOST: FRAU MÜLLER MUSS WEG ist die vielleicht beste Schulkomödie seit der „Feuerzangenbowle“. Und die böseste noch dazu. Immer genau dann, wenn die Geschichten leer zu laufen drohen, sich die Kombattanten bis zur Bewegungsunfähigkeit verhakt haben, wenn das Gemetzel, das Hübners Drama tatsächlich ist, in die Klamotte abzudriften droht, wendet sich alles, kehrt sich geradezu ins Gegenteil, schlägt sich selbst in der Argumentation ins Gesicht. FRAU MÜLLER MUSS WEG sollte Pflicht werden für alle Eltern und Lehrer.

BILD Hamburg: Wunderbar erzählte Kammerkomödie, die von Anke Engelke bis Justus von Dohnányi brillant besetzt ist. Eltern oder nicht, die Kinokarte lohnt!

DER TAGESSPIEGEL: Sein Kammerspiel ist eine mitreißende Gesellschaftssatire. Denn weniger Frau Müller ist das Problem als die Eltern mit den "schwierigen" Kindern. Ein moderner, glänzend gespielter Film. Treffsicher.

HAMBURGER ABENDBLATT: Das alles hat Rhythmus. Die Pointen sitzen. FRAU MÜLLER ... ist die vielleicht beste Schulkomödie seit der „Feuerzangenbowle“. Immer wenn die Geschichten ins Leere zu laufen drohen, wenn das Gemetzel ins Klischee oder in die Klamotte abzudriften droht, wendet sich alles, kehrt sich geradezu ins Gegenteil. FRAU MÜLLER ... sollte Pflicht werden für Eltern und Lehrer. Sie würden sich lachend in den Armen liegen und schwören, dass sie es so weit nie kommen lassen. Die Kinder werden es ihnen danken.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Sönke Wortmann, der den Stoff selbst schon für die Bühne inszenierte, nutzt das eingeschränkte Setting überzeugend für eine lebendige Komödie. Längen hat nur der Mittelteil, der den Figuren Einzelszenen gewährt. Im Ensemble laufen die Schauspieler zu Hochform auf, wobei vor allem Anke Engelke den Vogel abschießt.

KÖLNISCHE RUNDSCHAU: Schulische Themen wie Überforderung, Leistungsdruck, elterliche Hysterie kommen hier ebenso aufs Tablett wie die unterschiedlichen Lebens- und Erziehungs-vorstellungen von Ossis und Wessis. Das alles in einer Haltung erzählt, die trotz satirischem Blick und gnadenloser Analyse nicht die Empathie für die Figuren aus dem Auge verliert. Klasse Film.
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Frau Müller ist die Klassenlehrerin einer Übergangsklasse. Nun steht für alle Schüler das Halbjahreszeugnis an. Hier entscheidet sich im Prinzip schon alles. Gymnasium, Real- oder Hauptschule - die weitere Schullaufbahn stellt die Weichen für den Erfolg im Leben. Kein Wunder, dass die Eltern höchst besorgt sind, erst recht nachdem die Noten der Kinder im Keller sind. Für die Eltern liegt das Problem klar auf der Hand: Frau Müller ist schuld am Versagen der Kinder. Und deswegen muss Frau Müller weg. Ein Elterngespräch wird ausgewählt, um der ungeliebten Pädagogin die harte Wahrheit kurz und schmerzlos beizubringen. Doch dann kommt alles anders als erwartet. Basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Lutz Hübner verhandelt der Film unzählige Themen - vom Bildungssystem über Vorurteile zwischen Ost und West, vom Übertragungsdruck der Eltern auf die Kinder bis hin zur Verlogenheit des Bildungsbürgertums. All diese Themen greift Sönke Wortmann, zusammen mit Hübner, der das Drehbuch mitverfasste, auf und bringt sie auf überzeugende Weise auf die Kinoleinwand. Die kammerspielartige Situation behält er bei, erweitert den filmischen Raum nur an gewissen Stellen. Die Autoren verstehen es aufs Köstlichste, mit treffenden Überspitzungen realistische Situationen urkomisch darzustellen und in einer sich immer stärker drehenden Aggressionsspirale eskalieren zu lassen Die Figuren stehen für Eltern-"Typen", die jeder kennt. Wortmann fand für jeden Einzelnen die komplett richtige Besetzung. Ob Anke Engelke als Business-Frau, die sich nicht einen Moment das Heft aus der Hand nehmen lassen will, ohne zu merken, dass sie nicht einmal ihre eigene Tochter kontrollieren kann, oder Justus von Dohnanyi als ewig benachteiligter Vater, der sich über alles beschweren möchte und jedem anderen die Schuld am Versagen seiner Tochter gibt, bevor er sich selbst einmal den Spiegel vorhält. Und auch die anderen Eltern sind mit Ken Duken, Mira Tander und Alwara Höfels glänzend besetzt. Nicht zu vergessen Gabriele Maria Schmeide als Frau Müller, die im Laufe der Handlung immer wieder für die größten Überraschungen sorgt. Denn die steten kleinen Wendungen schaffen immer wieder köstlich-abwechslungsreiche Momente und lassen kein Gefühl der Langeweile aufkommen. FRAU MÜLLER MUSS WEG ist eine in jeder Hinsicht gelungene augenzwinkernde Betrachtung des Schulsystems und lässt den Zuschauer mit einer unmessbar wichtigen Warnung aus einem bekannten deutschen Volkslied zurück: Lass doch der Jugend ihren Lauf!
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Trailer - Frau Müller muss weg!

Frau Müller muss weg - Aufsager
Frau Müller muss weg - Trailer 1

Film-Details

Cast & Crew

ProduzentOliver BerbenDrehbuchLutz Hübner, Oliver Ziegenbalg, Sarah NemitzCastGabriela Maria Schmeide (Frau Müller)MusikMartin Todsharow
OriginaltitelFrau Müller muss wegProduktionsjahr2014ProduktionslandDeutschlandVerleihConstantin