Anti-Amerikaner/Arstidir

Anti-Amerikaner/Arstidir

Anti-Amerikaner/Arstidir

FSK unbekanntFilmstart: 12.12.2017
Dieser Film befindet sich aktuell nicht im Programm.

FILMHANDLUNG

Ein Anti-Amerikaner gewinnt den Nobelpreis (Anti-American Wins Nobel Prize / Anti-American Wins Nobel Prize) Island 2011, 58 Min.
Als der Schriftsteller Halldór Laxness (1902-1998) im Jahr 1955 den Nobelpreis für Literatur erhielt, war das ein weltweit beachtetes Politikum. Schließlich bekam der Autor den Preis für seinen Roman "Atomstation". In ihm hatte sich Laxness vehement gegen die Stationierung amerikanischer Raketen in seinem Land ausgesprochen. Ausgerechnet auf einer Reise durch die USA war er zu einem überzeugten Sozialisten geworden. Um so härter fiel dort die Reaktion auf sein "anti-amerikanisches" Engagement aus: Sein Name geriet auf eine "Schwarze Liste", sein Ruf wurde systematisch unterminiert, allmählich verschwanden seine Bücher aus den Bibliotheken und Buchhandlungen. Der Film von Halldór Thorgeirsson würdigt den bedeutendsten Schriftsteller Islands, Verfasser so bekannter Werke wie "Die Islandglocke" (1946), "Das Fischkonzert" (1957) und "Am Gletscher" (1968), in Bildern und Interviews. Neben internationalen Literaturwissenschaftlern kommt dabei auch Günter Grass zu Wort. Ihn verbindet mit Laxness nicht nur der Nobelpreis: Beider Bücher erscheinen in Deutschland im Göttinger Steidl-Verlag.Arstidir: You Just Have to Know of Me, Deutschland 2011, 48 Min.
"Árstídir" ist das isländische Wort für "Jahreszeiten". Die Band aus Reykjavik, die sich diesen Namen gegeben hat, spielt damit auf den Kontrastreichtum an, den das Klima ihrer Heimat auszeichnet: Da gibt es endlose, heitere Sommertage, einen dunklen, melancholisch getönten Winter, einen vom Laub blutrot gefärbten Herbst wie auch einen sanften Frühling. Die melodische Musik von Árstídir fühlt sich diesen Naturphänomenen verpflichtet. Sie ist im besten Sinne "erdnah" und damit womöglich noch etwas isländischer, als die Bandmitglieder dies selbst wahrhaben wollen. Der Film lässt die sechs Musiker von Árstídir ausführlich zu Wort kommen. Nicht nur die Musik ist Gegenstand ihrer Erzählung, sondern auch das Leben in ihrer Heimat Reykjavik. Dazu gibt es wunderbare Konzertaufnahmen aus einem kleinen isländischen Club wie auch vom jährlichen Auftritt in Frikirkja, Sie unterstreichen, was die Regisseurin Lilja Häfele über Árstídir denkt: "Es gibt mehr isländische Bands als bloß Sígur Rós und Björk, die zu kennen sich lohnt."
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Film-Details

Cast & Crew

OriginaltitelAnti-Amerikaner/ArstidirProduktionsjahrProduktionslandVerleih-