Vorwärts immer!

Vorwärts immer!

Filmstart: 12.10.17Länge:98 Min.FSK 12
FSK 12 Filmbewertungsstelle Wiesbaden - Prädikat wertvoll
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Cast & Crew
Bewertung
Berlin, 9. Oktober 1989: Anne (Josefine Preuß) lebt mit ihrem Vater, dem Schauspieler Otto Wolf (Jörg Schüttauf), alleine in Ost-Berlin – ihre Mutter ist in den Westen gegangen.
Auch Anne hat große Pläne als Schauspielerin, kann sich das aber nicht mehr in der politischen Enge der DDR vorstellen. Ihr Plan steht fest. Mit einem gefälschten Westpass will auch sie „rübermachen“. Und sie ist schwanger, ausgerechnet von Matti (Marc Benjamin), dem Sohn von Ottos ärgsten Feind und Schauspielerkollegen Harry Stein (Devid Striesow). Als Anne mit dem Revolutionären August (Jacob Matschenz) nach Leipzig zur Demonstration fährt, um sich den Pass zu besorgen, Otto am Theater das geheime Stück „Vorwärts immer!“ probt, in dem er Honecker spielt, weiß Otto nur noch einen Ausweg. Als der „echte“ Honecker will er im ZK den Schießbefehl in Leipzig stoppen, um das Leben seiner Tochter zu retten. Ein waghalsiges und turbulentes Spiel auf Leben und Tod beginnt – in dem sich nicht nur Anne und August näher kommen, sondern auch Otto als Erich Honecker und die echte Margot…
Originaltitel
Vorwärts immer!
Schauspieler
Jörg Schüttauf (Otto) Infos ›
Josefine Preuß (Anne) Infos ›
Jacob Matschenz (August) Infos ›
Devid Striesow Infos ›
Hedi Kriegeskotte
Regie
Franziska Meletzky
Produzent
Philipp Weinges, Dr. Andreas Richter, Günter Knarr
Drehbuch
Markus Thebe, Günter Knarr, Philipp Weinges
Produktionsjahr
2016
Verleih
DCM
In der Politkomödie VORWÄRTS IMMER geht es um die letzten Tage des 'realen Sozialismus' der DDR. Aus der Sicht der schwangeren Jungschauspielerin Anne (Josefine Preuß) entfaltet sich ein turbulenter Verwechslungsreigen, der in der Tradition französischer Komödien mit Louis de Funès oder Jean-Paul Belmondo steht. Anne will sich für ihre illegale Ausreise einen gefälschten Westpass besorgen und reist dafür gegen den Willen ihres Vaters zur Montagsdemonstration nach Leipzig. Der Vater (Jörg Schüttauf) ist ein berühmter DDR-Staatsschauspieler und begnadeter Honecker-Imitator, erfährt jedoch zufällig, dass ausgerechnet bei der nächsten Demonstration Panzer gegen die Demonstranten eingesetzt werden sollen. Als Honecker verkleidet schmuggelt er sich ins Zentralkomitee und will den Befehl zurücknehmen. Durch ungünstige Umstände trifft er auf Margot Honecker (Hedi Kriegeskotte), vor der er sich weiter als ihr Mann ausgibt. Als dann noch der echte Honecker auftaucht, droht die Intrige zu eskalieren. Franziska Meletzkys Politkomödie steht in der Tradition zwischen Ernst Lubitschs SEIN ODER NICHTSEIN und der deutschen DDR-Aufarbeitung im Stil von GOODBYE LENIN. Der Regisseurin gelingt mit VORWÄRTS IMMER! ein unterhaltsamer und ansprechender Zugang. Der Film ist sehr gut ausgestattet, in seinem Sprachwitz gelungen und insgesamt überzeugend geschrieben. Die Schwächen liegen für die Jury in der dramaturgisch nicht immer konsequent eingesetzten Komik, die oft ein wenig klamaukig und vorhersehbar erscheint. Der Film schwankt so zwischen Slapstick und satirischer "Sophistication". Dennoch - so scheint es der Jury - ist VORWÄRTS IMMER! geeignet, einem großen Publikum auf amüsante Weise historische Aspekte der niedergehenden DDR-Diktatur und der Wendezeit um 1989 zu vermitteln. Sie vergibt daher das Prädikat "wertvoll".
2D
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