Festival 14 Film Around the World 23.11. – 02.12.17

Das Weltkinofestival AROUND THE WORLD IN 14 FILMS zeigt als „Festival der Festivals“ jeweils zum Jahresende außergewöhnliche Werke des aktuellen Weltkinos aus 14 Ländern und Regionen rund um den Erdball als Berlin-Premieren. Die Filme werden von prominenten Persönlichkeiten des Film-, Kunst- und Kulturlebens live präsentiert. Mit dabei: viele spannende Gäste und Filmgespräche, die Verleihung des IFA-Preises sowie herausragende deutschsprachige Filme des Jahres.

Clair obscur

Laufzeit: 106 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Türkei

Präsentiert von Pegah Ferydoni
In Anwesenheit von Regisseurin Yeşim Ustaoğlu

Die vielfach prämierte türkische Regisseurin Yeşim Ustaoğlu („Reise zur Sonne“, „Pandora’s Box“, „Araf“) zeichnet mit dramatischer Vehemenz und den zwei sensationell agierenden Protagonistinnen Funda Eryigit und Ecem Uzun ein insistierendes Abbild einer überlebten patriarchalischen Gesellschaft, die in ihrem Kern tief zerrissen erscheint. Ein leidenschaftliches Fanal zum Aufbruch in ein neues Zeitalter.

Inhalt: „Chehnaz ist eine attraktive Frau um die Dreißig. Sie ist mit Cem verheiratet, den sie bewundert. Sie geben ein beneidenswertes Paar ab und leben in Istanbul in einer schicken Wohnung. Cem (Mehmet Kurtulus) ist ein erfolgreicher Architekt. Er ist rational, neigt dazu seine Frau zu bevormunden und kritisiert sie ständig dafür, dass sie zu emotional sei oder irrationale Entscheidungen treffe. Eines Morgens, nach einem heftigen Sturm, sitzt ihr im Krankenhaus eine junge Frau gegenüber. Es ist Elmas (18). Diese Begegnung ist für Chehnaz wie ein Weckruf. Sie wird beide Frauen grundlegend verändern.” (Real Fiction)

Sprache: türkische OF / englische UT

OmU
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Meine schöne innere Sonne

Laufzeit: 94 Min.

Berlin-Premiere / French Night / Around the World in: Frankreich

Präsentiert von Emily Atef

„Und plötzlich hören wir Liebe: Wenn es gerecht zuginge, würde Claire Denis’ neuer Film in die Geschichtsbücher eingehen.” (Frédéric Jaeger, critic.de)

„Umgeben von Menschen und trotzdem allein. Isabelle (Juliette Binoche) lebt das Leben eines Singles in der Großstadt Paris. Sie ist eine Frau mit Vergangenheit – stark und unabhängig, als Künstlerin anerkannt, aber dafür wenig erfolgreich, wenn es um die Liebe geht. Ihre Suche nach der wahren Liebe scheitert immer wieder. Zu groß scheint die Kluft zwischen dem, was Frauen wollen und Männer bereit sind zu geben. In ihrer Ratlosigkeit erhofft sich Isabelle ausgerechnet von einem Wahrsager (Gérard Depardieu) die Antwort auf die Frage, die sie mehr als alles andere beschäftigt – gibt es die Liebe fürs Leben oder ist sie nur eine Utopie? Mit Meine schöne innere Sonne hat sich Claire Denis an ihre erste romantische Komödie gewagt, die sowohl vom französischen Kinopublikum als auch von der Kritik mit Begeisterung aufgenommen wurde. Juliette Binoche spielt kongenial eine starke und zugleich verletzliche Frau in ihren besten Jahren, die ihr Glück sucht. Unterstützt wird sie dabei von einem starken männlichen Ensemble, allen voran Gérard Depardieu in einem kurzen aber unvergesslichen Auftritt.” (Pandora Verleih)

Sprache: französische OF / deutsche UT

OmU
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Pio

Laufzeit: 120 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Italien

Präsentiert von Meret Becker

Poetischer Neorealismus, mit radikaler Hingabe für das Milieu und von der Gesellschaft ausgestoßene Menschen in einem prekären sozialen Ambiente in Süditalien zwischen Flüchtlingen und Einwanderern verschiedenster Kultur. Italienischer Auslands-Oscar-Kandidat 2018.

Inhalt: Der 14-jährige Pio wächst in einer italienischen Küstenstadt zwischen den italienischen Dorfbewohnern, den Geflüchteten aus Afrika und der Roma-Community auf. Als sein großer Bruder Cosimo spurlos verschwindet, wird Pios Leben auf eine harte Probe gestellt. Nach „Mediterranea“ ist „Pio“ der zweite Spielfilm von Jonas Carpignano. „Ich lernte die Familie Amato im Jahre 2011 kennen, nachdem uns der Fiat Panda gestohlen worden war, in dem sich das Equipment meiner Crew befunden hatte. Wir drehten zu dieser Zeit gerade einen Kurzfilm aus dem später Mediterranea entstehen sollte. Wenn in Gioia Tauro ein Auto verschwindet, dann „geht man zu den Zigeunern”. Dort habe ich Ciambra das erste Mal gesehen. Ich habe mich sofort in diesen Ort und seine Energie verliebt.” (Jonas Carpignano)

Sprache: italienische OF / deutsche UT

OmU
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Die Sanfte

Laufzeit: 143 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Russland

Präsentiert von Ulrich Matthes
In Anwesenheit von Hauptdarstellerin Vasilina Makovtseva

Lose inspiriert durch eine gleichnamige Erzählung von Dostojewski, führt uns Sergei Loznitsa (mit „Maidan“ 2014 bei 14 FILMS) ausgehend von strengem Sozialrealismus bis an die Grenze kafkaesker Absurdität, um schließlich im letzten Akt das surreal-heitere Terrain eines Nikolai Gogol zu beschreiten. Ein Höllentrip in die Tiefe der russischen Seele, der vor allem eines ist: eine radikale Abrechnung mit den alltäglichen Schikanen und Ignoranzen der russischen Bürokratie und eine schlitzohrige Aufarbeitung der Mythen der russischen Gesellschaft.

Inhalt: „Eine Frau lebt alleine am Rande einer kleinen russischen Stadt, da ihr Mann im Gefängnis ist. Regelmäßig schickt sie ihm Pakete. Ihr letztes Päckchen allerdings kommt zurück. Da all ihre Bemühungen den Grund dafür zu erfahren scheitern, macht sie sich auf einen langen Weg, um Klarheit über das Schicksal ihres Mannes zu gewinnen. Ihre Reise ans andere Ende Russlands führt sie immer tiefer in einen Sumpf aus Gewalt und Unmenschlichkeit. So gerät ihre Suche nach Gerechtigkeit zum Martyrium.” (Grandfilm)

Sprache: russische OF / deutsche UT

OmU
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The Killing of a Sacred Deer

Laufzeit: 109 Min.

Berlin-Premiere / Closing Night / Around the World in: Großbritannien

Präsentiert von Jakob Augstein (2.12.)

Yorgos Lanthimos, schon 2009 mit seinem Kultfilm „Dogtooth“ und dann 2015 mit „The Lobster“ bei 14 FILMS, entwickelt seinen Kosmos weiter weg vom persönlichen Autorenkino in die große Form. „The Killing of a Sacred Deer“ wirkt visuell wie inspiriert von Stanley Kubrick und erzählerisch von Roman Polanski und besticht aufs Neue durch seine Lust, das Bizarre und Abgründige in der menschlichen Seele freizulegen. Bombastisches Kino, das man gesehen haben muss. Preis für das Beste Drehbuch in Cannes.

Inhalt: „Steven (Colin Farell) und Anna (Nicole Kidman) sind die perfekte amerikanische Vorzeigefamilie: Sie führt eine Augenklinik, er ist erfolgreicher Herzchirurg. Mit ihren beiden Söhnen leben sie in einem wunderschönen Haus – es fehlt ihnen scheinbar an nichts. Doch unter der makellosen Oberfläche beginnt es zu brodeln, als sich der 16-jährige Martin in das Leben der Familie drängt. Der Teenager aus einfachen Verhältnissen freundet sich mit Steven an und besteht darauf, ihn mit seiner Mutter zu verkuppeln. Als sein Plan scheitert, belegt er Stevens Familie mit einem Fluch. Inspiriert vom Iphigenie-Mythos geht der Film mit übersinnlichen Elementen der Frage nach Schuld und Sühne nach.” (Filmfest Hamburg)

Sprache: englische OF / deutsche UT

OmU
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A Skin so Soft

Laufzeit: 93 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Kanada

Präsentiert von Thomas Arslan (29.11.)
In Anwesenheit von Regisseur Denis Côté

Québecs vielfach ausgezeichnete Indie-Ikone Denis Côté gehört seit mehr als zehn Jahren zu den originellen Kinoautoren unserer Zeit. 2010 mit „Curling“ bei 14 FILMS und danach auf der Berlinale erfolgreich mit „Bestiaire“, „Vic+Flo haben einen Bären gesehen“ und „Boris ohne Béatrice“, gewährt er uns diesmal in fast zärtlicher Art und Weise einen intimen Einblick in eine selten zu sehende Parallelwelt.

Inhalt: „Sie sind die Gladiatoren der Gegenwart. Als Profi-Bodybuilder und Kraftsportler prägen strenge Ernährungspläne und die regelmäßige Schufterei im Fitnessstudio ihren Alltag. Jeder der Männer verfolgt dabei sein eigenes persönliches Ziel, alle aber verbindet ein gemeinsamer Wunsch – die körperlichen Grenzen zu überwinden. A Skin So Soft ist eine offene und genaue Beobachtung einer Gruppe von Männern, die sich mit extremer Disziplin und einer bedingungslosen Leidenschaft dem Kraftsport verschrieben haben – auch, wenn sie dafür oft belächelt werden.” (Filmfest Hamburg)

Sprache: québécois OF / englische UT

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The Florida Project

Laufzeit: 112 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: USA

Präsentiert von Knut Elstermann
In Anwesenheit von Regisseur Sean Baker

Der New Yorker Sean Baker verzaubert mit dieser hinreißenden Ode auf eine zügellos anarchische Kindheit zwischen bunter Supermarktwüste und Fastfoodparadies inmitten diverser Überlebenskünstler. Ein ebenso humanistisch reiches wie schonungslos realistisches Abbild eines Trump-Amerika.

Inhalt: „„Orlando, Florida. Moonee (Brooklynn Prince) ist erst 6, hat aber ein höllisches Temperament. Ihre frühreifen Streiche scheinen Hally (Bria Vinaite), ihre sehr junge Mutter kaum zu beunruhigen. Da, wie bei allen Bewohnern des Motels, ihre finanzielle Lage nicht gerade rosig ist, ist sie gezwungen, auf mehr oder weniger anständige Weise sich und ihre wilde Tochter durchs Leben zu hieven. Autor und Regisseur Sean Baker hat nach seinem auf iPhone gedrehtem Geheimerfolg Tangerine L. A. mit „The Florida Project“ den meistdiskutiertesten Film der diesjährigen Quinzaine in Cannes geschaffen und Willem Dafoe zu seiner wohl besten Rolle seiner Karriere verholfen. Ein glücklicher Film über eine unschöne Welt.” (Prokino)

Sprache: englische OF / deutsche UT

OmU
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The Untamed

Laufzeit: 100 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Mexiko

Präsentiert von Dietrich Brüggemann

Ein Hybrid aus Sozialdrama und Science-Fiction des kompromisslosen mexikanischen Regisseurs Amat Escalante aus der „Reygadas-Schule” („Sangre“, „Los Bastados“, „Heli“), gefilmt in Escalantes Heimatstadt Guanajuato. Die atmosphärisch-somnambulen Bilder stammen von dem chilenisch-dänischen Kameramann Manuel Alberto Claro, der für Lars von Trier „Melancholia“ und „Nymphomaniac“ fotografiert hat.

Inhalt: In einer provinziellen Kleinstadt in der Tiefebene steckt das Ehepaar Alejandra und Ángel in einer tiefen Krise: Ángel, ein Straßenarbeiter, hat trotz seines offen zur Schau gestellten Machismos eine Affäre mit Alejandras Bruder, dem Krankenpfleger Fabián. Einsamkeit, Lügen und unterdrückte Triebe bestimmen den Alltag. Als Veronika, eine mysteriöse junge Frau wie aus dem Nichts erscheint, beginnt eine abgründige, orgiastische Reise in ungekannte Sehnsuchtswelten, die auch den Zuschauer vor ungeahnte Herausforderungen stellt.

Sprache: spanische OF / englische UT

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Gabriel and the mountain

Laufzeit: 132 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Brasilien / Kenia

Präsentiert von Sherry Hormann (25.11.)
In Anwesenheit eines besonderen Überraschungsgastes (25.11.)

Kino als Reise durch fremde Kulturen, und gleichzeitig als ein Zeugnis der Fragwürdigkeit touristischer Annäherung an diese. Ausgezeichnet in Cannes.

Inhalt: Vor seinem Studium in einer renommierten Universität begibt sich der junge Brasilianer Gabriel voller Träume auf eine einjährige Weltreise. Wir begleiten seinen Weg durch Kenia, Tansania, Sambia bis Malawi. Gabriel reicht es nicht Afrika als „Tourist” zu erleben. Er sucht das vermeintlich authentische Erlebnis einer fremden Kultur und scheut dafür keinerlei Anstrengung. Sein finales Ziel liegt schließlich vor ihm: der Mount Mulanje in Malawi … „Fellipe Barbosa hat die Geschichte von Gabriel und seinem Berg als Spielfilm inszeniert, aber er folgt dabei den Spuren eines Freundes, der auf Weltreise war und in unwegsamem Gebiet in Malawi tot aufgefunden wurde. Weil Gabriel gerne fotografiert hat, ein detailliertes Tagebuch führte und auch über die sozialen Netzwerke mit Zuhause in Kontakt blieb, ist seine ganze Reise bestens dokumentiert. Der Filmemacher rekonstruiert sie mit einzelnen SchauspielerInnen und Menschen, denen Gabriel begegnet war.” (Walter Ruggle, Trigon Film)

Sprache: englische, portugiesische, suaheli OF / englische UT

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I am not a Witch

Laufzeit: 96 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Sambia / Großbritannien

Präsentiert von Isabelle Suba (24.11.)

Eine ans Absurde grenzende afrikanische Groteske, die in erfrischender Art und Weise längst überlebt geglaubte gesellschaftliche Fesseln und männliches Popanzgehabe offenlegt. Rungano Nyoni gelingen in ihrem Filmdebüt atemberaubend eigenwillige Bilder einer sich in archaischen Ritualen selbst lähmenden Stammesgemeinschaft.

Inhalt: „Shula ist zwar noch keine zehn Jahre alt, verfügt aber schon über magische Kräfte. Das meint jedenfalls das hastig eingesetzte Tribunal, das dem Mädchen nach einem nichtigen Vorfall im Heimatdorf Zauberei unterstellt – und Shula in ein Hexenlager schickt, in dem sie mit anderen Verurteilten fortan ihre Tage fristen soll. Es sei denn, sie entscheidet sich für die Flucht und riskiert damit, in eine Ziege verwandelt zu werden. In Sambia, dem Geburtsland der Regisseurin Rungano Nyoni, existieren diese Lager tatsächlich – eine grauenhafte Absurdität, die in dieser Geschichte von Macht und Freiheitsdrang gleichwohl einen schrillen satirischen Anstich erhält.” (Filmfest München)

Sprache: bemba, englische, nyanja, tonga OF / englische UT

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The Nothing Factory

Laufzeit: 176 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Portugal

Präsentiert von Sonja Heiss (01.12.)
In Anwesenheit von Produzent João Matos

Aus unserer Sicht eine der Filmentdeckungen des Jahres, ausgezeichnet mit dem CineVision-Preis beim Filmfest München. „Ein Grenzgänger zwischen Fiktion und Dokumentarfilm, eine Parabel mit Genreanleihen an das Musical und den Politthriller, mit Film-im-Film-Momenten. (…) Einer der reichsten, schönsten und verzweifeltsten Filme zur Finanzkrise mit einem diskursführenden Proletariat. Dieses versucht, eine Fabrik zu retten, die ihre Bestimmung verloren hat: die Fabrik des Nichts.” (Dunja Bialas, Artechock)

Inhalt: Eines Nachts realisiert eine Gruppe von Fabrikarbeitern, dass ihre Chefs den Diebstahl ihrer eigenen Maschinen organisieren. Schnell begreifen sie, dass sie es sind, deren Arbeit hier abgewickelt werden soll. Die meisten von ihnen widersetzen sich dem Diktat von Oben und besetzen ihren Arbeitsplatz. Als sich die Verwaltung schließlich komplett aus dem Staub macht, bleiben sie in einem leeren Fabrikambiente zurück und eröffnen sich selbst völlig neue, bisweilen absurd überraschende Daseinsperspektiven.

Sprache: portugiesische OF / englische UT

OmU
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Home

Laufzeit: 107 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Belgien

Präsentiert von Jasna Fritzi Bauer (02.12.)
In Anwesenheit von Regisseurin Fien Troch

Fien Trochs in Venedig, Gent, Les Arcs und mit ganzen sechs belgischen Filmpreisen ausgezeichnetem Sozialdrama gelingt in ungeschützt-direkten Bildern, getrieben von einem suggestiv-modernen Beat, ein tiefer Blick in die Seelenwelt einer sich selbst suchenden verlorenen Generation.

Inhalt: „Kevin, 17 Jahre alt, wird aus dem Jugendgefängnis entlassen. Seine Eltern wollen ihn nicht mehr bei sich aufnehmen. Bei einer Tante und deren Familie findet er sowohl Unterschlupf als auch einen Job als Sanitär-Lehrling. Er freundet sich an mit seinem jüngeren Cousin Sammy und John – der ein mehr als schwieriges Verhältnis mit seiner Mutter hat. Zwischen Dokumentar- und Spielfilm, zum großen Teil improvisiert und unter Einbeziehung authentischer Handyaufnahmen ihrer Darsteller, beschäftigt sich die belgische Regisseurin Fien Troch mit Teenagern im Konflikt mit sich selbst und der Erwachsenenwelt. Gefilmt im Format 4:3, für einen konzentrierten Blick und ein umso intensiveres, nahegehendes Jugendporträt.” (Filmfest München)

Sprache: flämische OF / englische UT

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A Man of Integrity

Laufzeit: 117 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Iran

Präsentiert von Michael Klier (27.11.)

Mohammad Rasoulof, bereits mit seinen letzten beiden Filmen bei 14 FILMS („Good Bye“ 2011, „Manuscripts don’t burn“ 2013), bleibt auch in seinem neuen Werk ein unbarmherziger Kritiker der gesellschaftlichen Verhältnisse in seiner Heimat. Ein filmischer Aufruf gegen schreiende Ungerechtigkeit. Mohammad Rasoulof wurde zuletzt von den iranischen Behörden wiederholt sein Reisepass abgenommen und er muss jetzt erneut um seine Ausreisegenehmigung bangen. Hauptpreis von Un Certain Regard in Cannes.

Inhalt: „Reza hat sich aus dem moralischen Sumpf der Stadt zurückgezogen und führt ein beschauliches Leben als Fischzüchter. Doch auch auf dem Land herrschen Korruption und Gewalt. Ein Großfabrikant, der beste Beziehungen zur Regierung unterhält, zwingt die lokalen Bauern mit allen Mitteln in ein Netz von Abhängigkeit. Reza ist fest entschlossen, sich dem Filz fernzuhalten – doch eines Tages sind seine Fische tot. Eindrücklich erzählt der Film, wie korrupte Kartelle das Leben im Iran beherrschen.” (Filmfest Hamburg)

Sprache: farsi OF / englische UT

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Hema Hema: Sing me a song while I wait

Laufzeit: 96 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Bhutan

Präsentiert von Pia Marais (26.11.)

„Es ist eine Geschichte die ohne den Exzess menschlicher Kommunikation auskommt. Norbu benützt Masken, einfache Percussion und buddhistische Motive als Spiegel der Fehlbarkeit der menschlichen Erfahrung.”

„Es gibt einen Wald in dem man nicht sein muss wer man ist sondern sich aussuchen kann wer man sein will. Niemand wird sich erinnern. Es gibt nichts zu vergessen. Die Vergangenheit wird irrelevant sein, die Gegenwart milde und die Zukunft kann warten. Der Wald wird einen anziehen, wie ein wärmendes Feuer. Es ist eine Geschichte der Gegenwart mit der Hema Hema beginnt. Irgendwo tief in einem schweigenden Wald in Buhtan, treffen sich alle zwölf Jahre eine vom Alten Mann handverlesene Gruppe von Männern und Frauen, um ein paar Tage in Anonymität zu genießen. Sie tragen Masken und sind lasziv, verspielt und gefährlich. Er nimmt zum ersten Mal an diesem Fest teil und geht die Erfahrung wie ein Neugeborenes an. Er stolpert unbeholfen durch die ersten Tage. Dann sieht er Sie mit ihrer roten Maske und ist berauscht von seiner Begierde nach ihr. Dieses Begehren führt ihn auf einen Weg, der ihn völlig verzehrt. Hema ist der persönlichste Film des gefeierten Regisseurs Khyentse Norbu („Travellers and Magicians“). (HanWay)

Sprache: dzongkha OF / englische UT

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Mrs. Fang

Laufzeit: 86 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: China

Präsentiert von Frédéric Jaeger (27.11.)
In Anwesenheit von Regisseur Wang Bing

Wang Bing gehört mit seinen schonungslosen Langzeitbeobachtungen sozialer Brennpunkte im ländlichen China („West of the Tracks“, „Three Sisters“) zu den bedeutenden Dokumentaristen des aktuellen Weltkinos. Mit „Mrs. Fang“ gewann er in diesem Jahr den Goldenen Leoparden beim Festival von Locarno.

„Fang Xiu Ying ist 67 Jahre alt und an Alzheimer erkrankt, und doch erkennt sie allmählich, dass ihr Leben sich dem Ende nähert. Der Film spielt in einem abgelegenen Dorf in Südchina und zeigt die Gefühle eines Menschen, der auf den Tod zugeht, sowie das Leben der Verwandten und Nachbarn, die sich um Frau Fang versammeln, um ihr ein letztes Lebewohl zu sagen.” (documenta 14) „Ich interessiere mich besonders für solche Menschen und meine Kamera nimmt sie in den Fokus. Mich interessiert das Alltagsleben dieser ganz normalen Menschen und es ist ein sehr persönlicher Film und ich möchte einfach nicht das wiederholen, was in den Medien eh schon geschrieben steht. Normalerweise gibt man diesen Menschen nicht das Recht, sich zu äußern – sie sind irgendwie stumm – sie haben keine Stimme.” (Wang Bing)

Sprache: mandarin OF / englische UT

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The Day After

Laufzeit: 92 Min.

Berlin-Premiere / Around the World in: Korea

Präsentiert von Valeska Grisebach (29.11.)

Der französischste unter den koreanischen Regisseuren, Hong Sangsoo, dessen Arbeit seit 20 Jahren deutlich von der Nouvelle Vague geprägt ist, zelebriert auf ein Neues seinen sehr persönlichen, unnachahmlich-authentischen Erzählkosmos. Meisterlich verschränkt er mehrere Zeitebenen und zelebriert das ewige Spiel zwischen Mann und Frau mit einem Hauch von Jean-Luc Godard und Woody Allen. Im letzten Jahr mit neuen Werken in Locarno und San Sebastián vertreten, auf der diesjährigen Berlinale mit „On the Beach at Night Alone“ sowie in Cannes mit „Clair’s Camera“ und „The Day After“ gehört er sicher zu den produktivsten Regisseuren des aktuellen Weltkinos.

„Bong-wan ist verheiratet, doch das ist dem Lebemann ziemlich schnuppe. Womöglich scheren den Verleger auch die Bücher wenig, in jedem Falle genießt er seine Machtposition – vor allem, wenn es darum geht, Affären mit seinen Assistentinnen zu beginnen. Die letzte hat gerade sein Bett und sein Büro verlassen, als seine Frau hinter die Liebelei kommt, in der Firma aufkreuzt und dort eine Riesenszene macht. Mittendrin: Areum, die neue Assistentin, eine von den Avancen ihres Chefs bislang völlig unbefleckte Literaturliebhaberin.” (Filmfest München)

Sprache: koreanische OF / englische UT

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Loveless

Laufzeit: 127 Min.

Berlin-Premiere / Opening Night / Around the World in: Russland

Präsentiert von Liv Lisa Fries (23.11.)
In Anwesenheit von Produzent Alexander Rodnyansky

Nach seinem 2003 mit dem Goldenen Löwen in Venedig prämierten Meisterwerk „Die Rückkehr“, nach „Elena“ und „Leviathan“ (beide waren bei 14 FILMS zu sehen) präsentiert der russische Starregisseur Andrey Zvyagintsev ein neues erbarmungsloses Familiendrama. Ein schauspielerisch, visuell und erzählerisch bis ins Detail orchestriertes Abbild einer von egozentrischer Aufstiegs- und Konsumsehnsucht getriebenen Gesellschaft. „Loveless“ gewann den Jury-Preis in Cannes und den CineMasters-Preis beim Filmfest München.

Inhalt: Boris und Zhenya arbeiten sich durch eine grausame Scheidung voller Hass und gegenseitiger Vorwürfe. Beide haben bereits neue Partner gefunden, beide möchten so schnell wie möglich die Vergangenheit hinter sich lassen. Zu dieser Vergangenheit gehört auch der gemeinsame Sohn Alyosha – doch dann, während eines weiteren Ehestreits, verschwindet der 12-Jährige plötzlich spurlos …

Sprache: russische OF / deutsche UT

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Good Luck

Laufzeit: 143 Min.

Berlin-Premiere / Matinée mit Ben Russell

Präsentiert von Andres Veiel (26.11.)
In Anwesenheit von Regisseur Ben Russell

Ben Russell hinterfragt die Konventionen dokumentarischer Repräsentation von innen und lädt die Betrachter zu hypnotischen Erfahrungen ein. Der Künstler selbst spricht von „psychedelischer Ethnografie”. (documenta 14)

Inhalt: „“Good Luck“ beginnt mit einer Fahrt 600 Meter tief in die Erde. Dort bekommt die Untertagearbeit in einem wie aus der Zeit gefallenen Bergwerk in Serbien im Strahl einer Taschenlampe ein menschliches Gesicht. Das Zischen von Sauerstoff durchdringt das Dieselgeratter. Die Explosionen von zwei Ebenen tiefer bringen die Wände zum Beben. Die körperlichen Strapazen denen diese vom Krieg gezeichneten, nahezu vergessenen Bergarbeiter ausgesetzt sind spiegeln sich auf einem anderen Kontinent wider - in einer illegalen Goldmine in der tropischen Hitze Surinams. Die Wasserpumpen rattern im grellen Sonnenlicht. Eine silberne Flüssigkeit fließt über die Hand auf der endlosen Suche nach Gold - Quecksilber. Entstanden zwischen Tag und Nacht, Kälte und Hitze, Norden und Süden, führt „Good Luck“ den Zuschauer in den prekären natürlichen und sozialen Lebensraum zweier grundverschiedener Arbeitergruppen und zeigt dabei auf, was diese Männer verbindet. In einer Zeit globaler wirtschaftlicher Aufruhr sind sie die menschliche Basis von Vermögen.” (Ben Russell)

Sprache: serbische, saramaccanische OF / englische UT


Deutschlandpremiere / Kurzfilm

Am 26.11. wird zusätzlich der Kurzfilm Phantasiesätze gezeigt:


In Anwesenheit von Regisseur Dane Komljen

„Vor langer Zeit wurden die Städte am Fluss von einer Seuche befallen. Die Dinge begannen sich schleichend zu wandeln und es war nicht klar, ob die Veränderungen Symptome der Seuche waren oder aber ein Weg, dieser zu entkommen. Alles war verseucht: Tiere, Pflanzen, Steine, Böden, Männer, Frauen und Kinder, deren Gedanken, Träume und Erinnerungen. Eine alte Frau erzählte mir einmal, wie sich alle Erinnerungen in Bäume verwandeln. Ich verstand nicht, was sie meinte. Sie sagte, sie könne die Bäume singen hören: Sei ein Leib, irgendein Leib. Nach der Seuche schienen die Städte unberührt zu sein. Man musste genau hinsehen, um Spuren der früheren Zeit zu sehen. Was würden die Bäume sagen, wenn man ihnen zuhören könnte? Ein Ausweg, ein Ausweg?.” (Dane Komljen)

Sprache: ukrainische OF / englische UT

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Licht

Laufzeit: 97 Min.

Drama frei nach Alissa Walsers Roman "Am Anfang war die Nacht Musik".

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Freiheit

Laufzeit: 106 Min.

Berlin-Premiere / German Austrian Night / Around the World in: Deutschland / Österreich

Präsentiert von Rüdiger Suchsland
In Anwesenheit von Regisseur Jan Speckenbach und der Schauspieler

Jan Speckenbach, der bereits 2009 mit seinem Kurzfilm „Spatzen“ bei 14 FILMS zu Gast war, gestaltet eine fesselnde Seelenlandschaft, die die anarchische Frage nach der absoluten Freiheit des menschlichen Individuums aufwirft. Johanna Wokaleks subtiles Spiel lässt dem Zuschauer extrem viel Raum für Interpretation und bleibt bis zum Ende ein Faszinosum. Freiheit ist auf provozierende Weise am Puls unserer beziehungsbedrohenden Zeit der Patchwork-Lebensentwürfe.

Inhalt: „Eine Frau verlässt ihren Mann und ihre Kinder – ohne sich zu verabschieden. Ihre Familie bleibt ohne jede Erklärung zurück. In drei Kapiteln beschäftigt sich Freiheit mit diesem radikalen Schritt, der zugleich Neuanfang und Trauma ist. Die erste Episode begleitet die Frau nach Wien und Bratislava, wo sie für sich versucht, ihr neues Leben aufzubauen. Obwohl ihre Vergangenheit unerzählt bleibt, scheint sie von ihr getrieben zu sein. Das zweite Kapitel porträtiert das Leben ihres verlassenen Ehemannes und ihrer Kinder, zwei Jahre nach dem Fortgang. Ihr Alltag ist noch immer von dem mysteriösen Verlassenwerden geprägt. In der dritten Episode kehren wir abschließend zum letzten gemeinsamen Abend der Familie zurück.” (One Two Films)

Sprache: deutsche OF / englische UT

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Lucky

Laufzeit: 88 Min.

Berlin-Premiere / American Night / Around the World in: USA

Präsentiert von Wim Wenders (25.11.)

„Lucky“ wurde auf dem Festival von Locarno mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet und sorgte bei Branche und Publikum gleichermaßen für eine wahre Euphorie. Harry Dean Stanton verstarb vor wenigen Wochen, „Lucky“ wirkt wie (s)ein Vermächtnis.

Inhalt: „Der 90-jährige Eigenbrötler Lucky (Harry Dean Stanton) lebt abgeschieden in der Wüste Arizonas. Er ist Kriegsveteran, überzeugter Kettenraucher und Atheist und hat fast alle Freunde und Wegbegleiter überlebt. Doch er liebt das Alleinsein und bewährte Rituale, die seinen Tagesablauf seit Jahren prägen: Morgens macht er fünf Yoga-Übungen, dann zieht er ein wenig durch die Gegend und am Abend genießt er seine Bloody Mary in der immer gleichen Bar. Zu den wenigen Personen, zu denen er regelmäßig Kontakt hat, zählt Howard (David Lynch), der Lucky stets von seiner Schildkröte Präsident Roosevelt erzählt, die unglücklicherweise ausgebüxt ist. Nach einem Sturz wird dem unsentimentalen Pragmatiker Lucky aber bewusst, dass er unweigerlich am Ende seines Lebens angekommen ist und er sich mit seinen 90 Jahren neu aufstellen muss. Lucky ist eine Liebeserklärung an das Leben, voller kratzbürstiger Poesie und bittersüßer Komik. Harry Dean Stanton liefert die Performance seines Lebens ab.” (Filmfest Hamburg)

Sprache: englische OF / deutsche UT

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The Rider

Laufzeit: 104 Min.

Berlin-Premiere / American Night / Around the World in: USA

Präsentiert von Peter Rommel

Nach ihrem mehrfach ausgezeichneten Indie „Songs my Brothers Taught me“ der zweite Film der in Großbritannien und den USA aufgewachsenen Chinesin Chloé Zhao. „The Rider“ wurde mit dem Art Cinema Award sowie mit dem Werner Herzog Filmpreis ausgezeichnet, der Mut, Entschlossenheit und Visionen honoriert.

„Nach einem beinahe tödlichen Rodeo-Unfall muss sich der junge Cowboy Brady Blackburn mit der Tatsache abfinden, dass er nie wieder reiten kann, und stürzt in eine existentielle Krise: Immerhin definiert ihn nicht nur seine Umwelt, sondern vor allem auch er selbst sich, als Sioux-Nachkomme, vornehmlich über seine Arbeit mit Pferden. Schwer wiegen der abschätzige Blick seines Vaters, der Abschied von seinen enttäuschten Fans und das Fehlen des einzigartigen Gefühls der Freiheit, das ihn auf dem Rücken eines Pferdes durchströmt. In atemberaubenden Bildern der Prärie South Dakotas erzählt The Rider von zerbrochenen Träumen und verlorenen Identitäten. Authentisch und einfühlsam hält der Film die Balance zwischen zärtlicher Poesie, archaischen Mythen und der rauen Lebenswirklichkeit im amerikanischen Heartland. Der Film basiert auf dem wahren Leben seiner Darsteller.” (Weltkino)

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Ava

Laufzeit: 106 Min.

Berlin-Premiere / French Night / Around the World in: Frankreich

Präsentiert von Helene Hegemann (01.12.)
In Anwesenheit von Lea Mysius (Regie) und Noée Abita (Hauptdarstellerin).

Ein vor visueller und erzählerisch-anarchischer Kreativität geradezu explodierendes Debüt, das beim jüngsten Festival von Cannes als eine der Entdeckungen gefeiert wurde. Léa Mysius, Absolventin der wichtigsten Pariser Filmakademie La fémis reiht sich aus dem Stand in die Riege großartiger junger französischer Regisseurinnen. Mit ihr zu entdecken ist ein faszinierendes neues Gesicht des französischen Kinos: Noée Abita in der Rolle der Protagonistin.

Inhalt: „Die 13-jährige Ava verbringt im gleißenden Licht des Sommers ihre Tage an der Atlantikküste. Doch ihr eigenes Augenlicht schwindet – und weil ihre Mutter ihr den vielleicht letzten Urlaub voller Farben und Formen nicht verderben will, tut sie so, als wäre alles normal. Ava geht mit ihrer Krankheit anders um: Sie stiehlt einen großen schwarzen Hund, der einem jungen Burschen auf der Flucht gehört. Léa Mysius entwirft das Stimmungsbild einer aufregenden und beängstigenden Zukunft, der großen Rätsel des Erwachsenwerdens und des Erblindens.” (Filmfest München)

Sprache: französische OF / englische UT

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A Beautiful Day

Laufzeit: 95 Min.

Deutschlandpremiere / Closing Night

Präsentiert von Ina Weisse

In Cannes „last minute” in einer unfertigen Fassung präsentiert, wurde „A Beautiful Day“ (ehem. Titel „You Were Never Really Here“) dort zu einer Sensation und zu Recht mit Preisen für Joaquin Phoenix als bester Schauspieler sowie für das beste Drehbuch prämiert.

“Sechs Jahre mussten wir auf einen neuen Film von Lynne Ramsay warten. Doch das Warten hat sich gelohnt, jetzt kehrt sie stärker denn je zurück - und das mit einem Film, der eigentlich ganz klein ist, der aber eine Größe entwickelt, die einen mit Staunen aus dem Kino entlässt. Ihre Adaption von Jonathan Ames’ Novelle ist eine stark kondensierte und konzentrierte Bearbeitung, die von der ersten Sekunde an aufzeigt, dass es Ramsay ist, die die vollständige Kontrolle über den Stoff hat. Joe (Joaquin Phoenix) lässt sich für die schmutzige Art von Detektivarbeit anheuern. Seine Spezialität: gekidnappte Kinder wiederbeschaffen. Am Anfang des Filmes wischt er noch das Blut von seiner liebsten Waffe, einem Hammer, und kassiert das Geld für eine erfolgreiche Rückführung. Dann versorgt er zuhause - er wohnt bei seiner sehr alten und kranken Mutter - seine Wunden. Und Wunden hat er viele. (...) „A Beautiful Day“ ist eine unglaubliche Tour de Force. (...) Sie erinnert an „Taxi Driver“, an „Leon - Der Profi“ oder „Old Boy“.” (Beatrice Behn, kino-zeit.de)

Sprache: englische OF / deutsche UT

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