Chasing Ice l m
Chasing Ice

Chasing Ice

Filmstart: 07.11.13Länge: 75 Min.FSK 0
Für diesen Film liegt noch keine Programmbestätigung vor.
FSK 0 Filmbewertungsstelle Wiesbaden - Prädikat besonders wertvoll
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Cast & Crew
Bewertung
Die Doku begleitet den National-Geographic-Fotografen James Balog bei seinem faszinierenden Langzeit-Projekt, die schmelzenden Eislandschaften der Arktis aufzunehmen.
Im Frühjahr 2005 begab sich National Geographic-Fotograf James Balog für ein heikles Projekt in die Arktis: Er wollte mit der Kamera den drastisch voranschreitenden Klimawandel festhalten. Zuvor sah er die warnenden Prognosen von Umweltwissenschaftlern noch als allzu schwarzmalerisch. Doch seine Mission änderte alles. Mit speziellen Zeitraffer-Kameras und von Helikopter, Kanu oder Schlittenhund aus aufgenommen Bildern, beweist er, wie Gletscher vor unseren Augen verschwinden. Sein Auftrag hat ihn fast Karriere und Gesundheit gekostet.
Originaltitel
Chasing Ice
Schauspieler
James Balog
Regie
Jeff Orlowski
Produzent
Jeff Orlowski, Jerry Aronson, Paula Dupré Pesmen
Drehbuch
Mark Monroe
Kamera
Jeff Orlowski
Musik
Joshua Ralph
Produktionsjahr
2012
Verleih
NFP (Filmwelt)
Die Bilder von James Balog sind vielleicht die überzeugendsten Belege für die Konsequenzen der globalen Erwärmung, die es gibt. Er hat ein System entwickelt und eingesetzt, mit dem über einen langen Zeitraum Bilder aus den gleichen Positionen von Gletschern gemacht werden. So kann er genau zeigen, in welchem Ausmaße die Eismassen in wenigen Jahren geschmolzen sind. Die Aufnahmen bilden mit ihrer erschreckenden Beweiskraft den Kern des Films, und schon wegen dieser Zeitraffer-Sequenzen ist CHASING ICE unbedingt sehenswert. Zudem ist Balog auch ein Fotograf mit einem guten Auge für die Schönheit des Eises, und so gibt es viele grandiose Aufnahmen von ihm zu bewundern, in denen er die inzwischen fast schon bedrohte Schönheit der arktischen Landschaften feiert. Bei den von ihm organisierten Expeditionen ist es einige Male ihm oder Mitglieder seines Teams gelungen, Videoaufnahmen von ?kalbenden' Gletschern zu machen. Und auch diese gewaltigen Abbrüche der Eislandschaften sind Bilder, die man so noch nie gesehen hat. Doch der Regisseur Jeff Orlowski wollte neben den Bildern und den Arbeitsergebnissen von Balog auch den Fotografen selber vorstellen, und auf dieser Ebene ist der Film längst nicht so überzeugend. Da gibt es Sequenzen, in denen Balog und sein Team die einzelnen Kameras aufbauen, in denen er zum Teil halsbrecherisch auf Gletschern herumkraxelt, um eine gute Perspektive für seine Fotos zu bekommen und schließlich jene, in denen von seiner Knieverletzung erzählt wird, die es ihm schließlich unmöglich macht, selber weiter an den Expeditionen teilzunehmen. Diese Teile des Films sind längst nicht so eindrucksvoll und ästhetisch überzeugend wie jene, in denen das Eis und die Gletscher die Protagonisten sind. Stattdessen wirkt es, als sei das "Making of" des Films gleich mit in denselben integriert worden. So gibt es einige Längen, in denen versucht wird, Balog zu einem Ökohelden zu stilisieren. Dadurch wird der Film leider etwas verwässert, denn der Fotograf ist hinter der Kamera viel eindrucksvoller als vor ihr.